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FAQ
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Was ist ein Notsender? |
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Gibt es verschiedene Notsendertypen? |
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Unterschiedliche Typen im COSPAS SARSAT System |
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Welcher Notsender ist der richtige? |
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Abschaltung von 1,6 GHz INMARSAT E |
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Abschaltung der Peilung von 121,5 MHz Notsendern |
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Kann ein Deutscher einen Notsender unter US Seriennummer in den USA registrieren lassen? |
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Was ist eine MMSI-Nr. und wie bekommt man diese MMSI-Nr. ? |
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Ortung von Notsendern nur durch Flugzeuge ? |
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Was ist ein EPIRB?
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EPIRB ist die englische Abkürzung für: Emergency Position Indicating Radio Beacon, das bedeutet auf Deutsch etwa: die Notposition markierender Sender = Notsender - Seenotsender - Seenotbake - Notfunksender.
Die gesendeten Signale werden vom weltweiten Satelliten-System COSPAS-SARSAT empfangen, die Position wird ermittelt und an Bodenstationen weitergeleitet.
Bei den neuen 406 MHz-Notsendern mit eingebautem GPS wird die Position sofort zu den geo-stationären Satelliten übertragen und die Alarmierung ist innerhalb weniger Minuten auf wenige Meter genau möglich.
Zudem können Flugzeuge, Schiffe sowie einige landgebundene Fahrzeuge der Such- und Rettungsdienste die Signale erfassen und sich so auf die Notposition einpeilen (sogenanntes Homing).
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Gibt es verschiedene Notsender-Systeme?
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Ja. Es gibt zwei verschiedene Systeme:
406 MHz, wird von COSPAS SARSAT betrieben. Es ist in der Berufsschifffahrt und Luftfahrt mit ca. 300.000 Einheiten weltweit im Einsatz. Es gibt Notsender mit eingebautem GPS, mit Schnittstelle zu eunem externen GPS und ganz ohne GPS-Fähigkeiten.
1,6 GHz (INMARSAT E), wird von INMARSAT betrieben, es gibt ca. 1300 Seenotbaken, die in diesem System gebutzt werden. Das INMARSAT-E-System wird voraussichtlich Ende 2006 eingestellt.
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Unterschiedliche Typen im COSPAS SARSAT System
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Kategorie I: sendet auf 406 MHz und 121,5 MHz Notsender mit automatischer Auslösung (float free Halterung)
Kategorie II: sendet auf 406 MHz und 121,5 MHz Notsender, der von Hand aktiviert werden muß.
Class I kann bis -40° betrieben werden.
Class II kann bis -20° betrieben werden.
Alle Kategorie I Notsender haben eine (Wand)Halterung, aus der sie beim Sinken des Schiffes in ca. 13ft (4 Meter) Tiefe heraus gedrückt werden. Ein Wasserdruckauslöser durchtrennt dabei einen Stift, der den Sender freigibt. Eine Feder drückt den Sender auch in ungünstigen Lagen aus der Halterung heraus. Der Sender kann nun (bei fachgerechter Anbringung) an die Wasseroberfläche aufschwimmen (float free).
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Welcher Notsender ist der richtige?
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Es ist heute nicht mehr sinnvoll, einen Notsender nur mit den Frequenzen 121,5 und/oder 243 MHz zu kaufen. 1. Ende 2008 wird die Peilung durch das COSPAS SARSAT Satelliten System eingestellt. 2. Die Position ist ziemlich ungenau. 3. Durch den technischen Fortschritt sind die 406 MHz Seenotsender inzwischen preislich sehr attraktiv geworden.
Bei den 406 MHz Notsendern gibt es verschiede Möglichkeiten:
mit eingebautem GPS (z.B. ACR GlobalFix 406 / McMurdo E39 mit GPS Schnittstelle (z.B. ACR RapidFix 406 / ACR AquaFix) ohne GPS (z.B. ACR Satellite2 406 / GME MT 400 / McMurdo)
Zudem gibt es Notsender, die nicht auf ein Fahrzeug sondern auf eine Person zugelassen werden, PLB (personal locator beacon). Hier ist das ACR AquaFix / AeroFix bzw das McMurdo FastFind zu nennen.
Alle Notsender mit internem oder externem GPS schlagen alle bisherigen 406 MHz sowie 121,5 MHz Notsender an Genauigkeit und Schnelligkeit. Die auf wenige 100 Meter genauen Koordinaten werden sofort an das geo-stationäre GEOSAR-System übermittelt. Dies ermöglicht eine Alarmierung innerhalb weniger Minuten.
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Abschaltung von 1,6 GHz INMARSAT E
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Abschaltung des INMARSAT E System (1,6 GHz)
Ende 2006 soll das INMARSAT E Notsendersystem abgeschaltet werden. Die Zahl von nur 1300 - 1400 Seenotbaken in diesem System ist zu gering.
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Abschaltung von 121,5 MHz Peilung
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Abschaltung der Peilung von 121,5 MHz Notsendern
Ende 2008 werden die Frequenzen 121,5 MHz sowie die militärische 243 MHz nicht mehr vom Satelliten-System ausgewertet und gepeilt.
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Kann ein Deutscher ein EPIRB in USA registrieren?
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Nein. Das amerikanische NOAA (National Oceanic and Atmosperic Authority) ist die US-Behörde, die die Datenbank für die US-Notsender führt. Seit etwa 1993 hat das NOAA mit der stetig steigenden Anzahl von Notsendern beschlossen, nur noch Notsender unter folgenden Bedingungen zu registrieren:
1. Der Besitzer ist US-Bürger oder hat einen US-Wohnsitz 2. Das Schiff ist in den USA registriert.
Kauft z.B. ein Deutscher einen 406 MHz Notsender in den USA (mit der dort bereits programmierten US-S/N), so kann der Käufer diesen Notsender nicht mehr (wie bis 1993) beim NOAA in den USA registrieren lassen.
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Was ist eine MMSI Nr?
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Jeder Notsender wird mit einem individuellen Code (UIN - unique identification number) programmiert, damit im Alarmfall Halter und Daten ermittelt werden können. In Deutschland ist die Programmierung ausschließlich mit der MMSI-Nr. (maritime mobile service identity) erlaubt. Sie besteht aus einer dreistelligen Länderkennzahl und einer sechstelligen Zahlenfolge, unter der die Schiffsdaten dann aus den nationalen Datenbanken ermittelt werden können.
Informationen zu der Registrierung in Deutschland, Schweiz, Österreich und einigen anderen Staaten unter folgendem Link:
www.kk2.de/registrieren/index.htm
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Ortung von 121,5 MHz nur durch Flugzeuge?
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Immer wieder taucht die Behauptung auf, daß die 121,5 MHz Notsender nur durch Flugzeuge, die den Notfallort überfliegen, empfangen und geortet werden könnten. Diese Aussage ist absoluter Unsinn. Vor der Entwicklung des Satelliten-Systems und der damit durchgeführten Ortung war dies richtig, ist nun aber seit Anfang der 80er Jahre ein echtes "Märchen".
Leider herrschen solche Aussagen sogar noch in Fachkreisen vor. Selbst das BSH (Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie) hat obige Behauptung noch 1994 in ihrer Publikation für den Wassersport abgedruckt. Dabei ist diese Behörde für die Zulassung der Notsender mitverantwortlich.
Es ist jedoch richtig, dass die Peilung durch die polar-orbitalen Satelliten des COSPAS SARSAT Systems Ende 2008 eingestellt wird.
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